Buddhistische Psychologie
Fortbildung

Die Verbindung zwischen dem westlichen und östlichen Umgang mit dem Leben, mit Krankheit und Heilung bietet außergewöhnlich effektive therapeutische Methoden.

Beide Traditionen befassen sich mit einer differenzierten Untersuchung der menschlichen Natur, der Psyche und des Geistes und bilden dadurch eine höchst wirkungsvolle Symbiose. Was zum Beispiel die Funktionsweise des Geistes angeht, basiert der Buddhismus auf einer jahrtausendalten inneren Wissenschaft, die für Mediziner und Forscher in der Emotionsforschung und in der Neurowissenschaft von imenser praktischer Bedeutung war und zu deren Verständnis erheblich beigetragen hat.

Es ist ein erklärtes Ziel in der buddhistischen Psychologie, den Einfluss der destruktiven Emotionen auf unser Leben zu verringern und dadurch die ureigenste, die innewohnende Gesundheit zu entdecken.

In der buddhistischen Psychotherapie ist der Ausgangspunkt nicht das, was schief gelaufen ist, nicht das Grundproblem oder der psychologische Konflikt. Das wird betrachtet, jedoch liegt der Ausgangspunkt vielmehr auf der Chance darin, auf das was „gut ist“ und eine positive psychische Basis für innere Heilung darstellt.

Inhalt – Die Fortbildung besteht aus 6 Modulen

Sie lernen in der Fortbildung „Buddhistische Psychologie“ einen positiven Umgang mit Emotionen, die Seelensprache der Intuition wahrzunehmen und ihr zu vertrauen. Das Yoga-Therapeutische Konzept und die Buddhistische Psychologie zeigen Erlebnisräume, mit denen sich unsere Sichtweise so verändert, dass eine zufriedene Lebensführung möglich wird. Sie beinhalten Methoden die wie gemacht sind für unsere Zeit – effektiv, leicht anwendbar und alltagstauglich. Sie lernen Wege zur inneren Heilung und wie destruktive Emotionen überwunden werden können und finden dadurch zu Ihrer lebendigen, inneren Wahrheit.

Die Fortbildung bietet Ihnen einen breiten Fächer theoretischer Einsichten, praktischer Methoden und zahlreiche therapeutische Settings die der Komplexität unseres Geistes gerecht werden und unmittelbar in die therapeutische Arbeit integriert werden können.

Die Fortbildung ist bestens für Sie geeignet, wenn Sie einen therapeutischen Hintergrund besitzen, für Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Pädagogen und wenn Sie einen ganzheitlichen Ansatz in der Arbeit mit Erwachsenen oder mit Kindern suchen.

Buddhistische Psychologie – Modul 1
Das Yoga-therapeutische Konzept in der Anwendung
Eine stabile Basis aufbauenWas haben Positive Psychologie und Buddhistische Psychologie gemeinsam? Die Tore der Wahrnehmung öffnen
– Zur Ruhe kommen, sich bewusst wahrnehmen – die ersten Schritte
– Die Neurobiologie der Gedanken
– Wie werden emotionale „Pakete“ gespeichert und verwertet
– Private Gedanken, öffentliche Gefühle
– „Unwissenheit“ und der innere Sboteur
– Der Umgang mit Emotionen und Gedanken
– Ihre Werte, Ziele, Visionen – Identitätsstärkung
– Indikationen und Anwendungsgebiete
– Innere Erlebnisräume und die Kraft der Meditation
– Phantasiereisen und Körperarbeit
– Die Seelensprache der Intuition
– Die eigenen Ressourcen und Talente bewusst machen

Obwohl wir in unserer schnelllebigen Zeit rund um die Uhr von vielen Reizen und Gefühlen bestimmt werden, haben viele Menschen den Zugang zu ihren eigenen Gefühle verloren. Die Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körpergefühl und den eigenen Emotionen, das bewusste Erleben dessen, was man hört, sieht, riecht und schmeckt, ermöglichen erst den Zugang zur Wirklichkeit im Hier und Jetzt. Wieder Ruhe finden, die eigenen Kraftquellen aktivieren, sich bewusst wahrnehmen – öffnet neue Wege zum besseren Umgang mit der Hektik und den Belastungen des Alltags.

Als Therapeut ist es elementar, sich selbst zu spüren, die Wahrnehmung zu trainieren und ruhig aus der eigenen Mitte heraus zu schauen und zu handeln.

Sie schöpfen in diesem Modul aus den kreativen Techniken und Methoden des Yoga-therapeutischen Konzeptes und der Buddhistischen Psychologie. Sie trainieren die Fähigkeit, Emotionen und Situationen komplex und intuitiv zu erfassen. Sie erweitern Ihre Wahrnehmung und trainieren das Gefühl, ruhig und gelassen in sich zu ruhen. Durch effektive Meditationen, Atem- und Körperübungen lernen Sie, das Wesentliche zu erspüren und aus Ihrem Inneren heraus zu handeln.

Buddhistische Psychologie – Modul 2

Emotionsentwicklung und Emotionspsychologie
Achtsamkeit und Akzeptanz als Prinzipien der Emotionsmodulation

– Die Körpersprache als Diagnosetool
– Das Yoga-therapeutische Konzept in der Anwendung: Yogaflows, Asanas, Meditationen, Fallbeispiele
– Betrachtung der Emotionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln:
– Psychologisch: wie beeinflussen Emotionen Wahrnehmungen und Verhalten? Wie äußern sie sich?
– Evolutionspsychologisch: welche Funktion, welchen Zweck haben Emotionen?
– Medizinisch: welche Rolle spielen Emotionen bei der Entstehung von Krankheiten, bei der Krankheitsverarbeitung und im Prozess der Heilung?
– Praktisch, therapeutisch: welche Rolle spielen Emotionen in der Therapeuten-Klient-Beziehung?
– Neurophysiologisch: welche zentralnervösen Strukturen und welche Organe sind an der Entstehung von Emotionen beteiligt?

Vor Freude sprühen, vor Scham im Boden versinken, starr vor Staunen, vor Glück weinen … Unsere Sprache zeigt bildhaft den Zusammenhang von Gefühlen und Körpersprache. In diesem Modul werden stärkende, vertraute und destruktive Gefühle, persönliche Vorlieben und Ausdrucksstärken für Emotionen erkundet und durch Yoga, Meditationen, Bewegung und Tanz erforscht. Sie lernen, wie Gefühle durch Vyana-Yoga und Bewegung geweckt, wie sie durch den Bewegungsausdruck erfasst, verstanden und umgewandelt werden können. Theoretische Fragen zur Emotionsentwicklung und Emotionspsychologie werden ebenfalls einbezogen.

Buddhistische Psychologie – Modul 3

Ein Weg zur inneren Heilung: Der Umgang mit destruktive Emotionen
Wie können destruktive Emotionen überwunden werden

– Therapeutische Grundlagen
– Fallbeispiele: Angststörungen, Depression, Trauma
– Die Synchronizität des Gehirns während der Meditation
– Amygdala und die Auswirkung der Gefühle auf die Realitätswahrnehmung
– Die Emotionsfamilien – wie Zorn, Angst, Trauer, Verachtung, Überraschung, Freude, Schuld , Scham – und ihre Mitglieder
– Problem- und Ressourcenanalyse
– Glücksforschung

Was macht uns als Menschen glücklich? Was können wir selbst tun, um Tag für Tag ein erfüllteres, zufriedeneres Leben zu führen? Wie kann man der Lebenszufriedenheit Vorrang im eigenen Leben einräumen? Zuversicht wird aus Ruhe und Stabilität geboren – wie kann sie gestärkt werden? Wir reagieren oftmals nicht auf die Realität selbst, sondern darauf, wie wir sie interpretieren. Dadurch nehmen wir die Realität in ihrer ganzen Fülle an Möglichkeiten und Chancen nicht immer wahr.

Yoga und Buddhistische Psychologie zeigen Erlebnisräume, mit denen sich unsere Sichtweise so verändert, dass eine zufriedene Lebensführung möglich wird. Sie beinhalten Methoden, die wie gemacht sind für unsere Zeit – effektiv, leicht anwendbar und alltagstauglich.

Buddhistische Psychologie – Modul 4

Der Tibetische Weg zu Glück und Gesundheit
Öffnung des Herzens

– Die Praxis von Śamatha – Geistige Ruhe und Vipaśyanā – Besondere Einsicht zum inneren Gleichgewicht und Harmonie
– Entwicklung des emotionalen Gleichgewichts
– Die Glücksfamilie – sieben Arten des Glücks
– Stimmungen und die Gedanken als ihre Auslöser
– Wenn die Emotionen versklaven
– Der präfrontale Kortex und emotionale Kompetenz
– Heilsame Emotionen
– Erziehung des Herzens
– Die Feinheiten von Mitgefühl, Freundlichkeit und Liebe
– Vyana-Yoga der Gefühle, Tanz, Meditationen

Das Verlangen der Seele nach Liebe und Verbundenheit ist in uns allen tief verwurzelt. Oftmals erlauben wir uns diese Herzöffnung nicht – aus Angst verletzt zu werden, aus Gewohnheit oder anderen Gründen.

In diesem Workshop fördern und vertiefen Sie den Kontakt zu Ihrem wahren Kern und zu ihren Gefühlen. Liebe und Mitgefühl sind der Schlüssel für ein glückliches und heilsames Leben. Yoga der Gefühle, Tanz, Yoga Nidra – Yoga Tiefenentspannung und herzöffnende Meditationen begleiten Sie durch das Modul und ermöglichen eine andere, glückliche und liebevolle Dimension der Begegnung mit sich selbst und dadurch zugleich mit Ihren Kursteilnehmern und Klienten.

Module 5. & Modul 6. Meditation und Atemtherapie

Meditieren heilt, denn meditieren regt Bereiche im Gehirn an, in denen positive Empfindungen entstehen – regelmäßiges Üben macht glücklich, schließen Forscher daraus. In den USA ist die Meditation schon als Heilmethode etabliert, in Deutschland wagen sich Mediziner und Psychologen jetzt langsam an die Behandlungsform heran.

„Inzwischen beschäftigen sich auch viele deutsche Wissenschaftler damit, wie sie die Meditation zur Therapie einsetzen können“, sagt der Psychologe Ulrich Ott, der an der Universität Gießen die Meditation erforscht. Die Technik, die aus dem Buddhismus stammt, wird an der Universität als Seminarübung angeboten. Während der Meditation ist der Parasympathikus besonders aktiv. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems regelt den Stoffwechsel und sorgt für Entspannung. Wenn die Region stark aktiviert ist, schlägt auch das Herz langsamer, der Atem wird ruhiger und Hormonkreisläufe regulieren sich.

Meditieren heilt: Patienten mit Angststörungen werden mithilfe der Technik ruhiger, ehemals Depressive bekommen seltener Rückfälle. Etliche Studien belegen auch physische Wirkungen. So senkt Meditation den Blutdruck, stärkt das Herz und sogar das Immunsystem: Der Neuroforscher Richard Davidson von der Universität Wisconsin impfte Versuchspersonen nach einem acht Wochen langen Training in Achtsamkeitsmeditation gegen Grippe. Sie entwickelten daraufhin signifikant mehr Antikörper als die Teilnehmer, die nicht meditiert hatten. Der Forscher Davidson sagt: „Meditieren kann das Gehirn positiv verändern“.

Es gibt hunderte Meditationstechniken, aber die Essenz aller authentischen Meditationstechniken ist die gleiche: bewusstes Beobachten der Gedanken, ohne Bewertung. Das Besondere an den Vyana Meditationen ist, dass sie einen konkreten Bezug zu unserem Alltag besitzen und gleichzeitig Elemente der buddhistischen Psychologie und Philosophie integrieren.

Sie lernen vielfältige Meditationstechniken
– Meditationen gestalten und an den Anforderungen anpassen
– Sie lernen Menschen auf dem spirituellen Weg und therapeutisch zu beraten und zu begleiten
– intensive Meditations-Praxis
– Visualisierungstechniken, PMR, Autogenes Training
– Meditation der Gefühle, Schweigemeditation
– Meditationen zur Identitäts- und Selbstbewusstseinstärkung
– Vyana-Yoga & Yoga Nidra – Tiefenentspannung sowie körperlicher, hormoneller und psychischer Ausgleich erfahren.
– Mantra – der Gesang der Seele; Einführung in die Praxis, Gestaltung, Grundlagen
– Atemtherapeutische Techniken gezielt einsetzen.

Kosten

Die Ausbildungskosten belaufen sich inkl. Skriptkosten auf 1740,-€.

Eine Anzahlung in Höhe von 360- € ist bei Abschluss des Ausbildungsvertrages zu entrichten. Die restliche Summe kann nach Absprache monatlich oder in Teilzahlungsbeträgen erfolgen.

Die Termine für 2017 finden Sie unter Advanced Yogatherapie Ausbildung

Die Welt ist so unermesslich reich an Farben, an Geschichten, an Magie.
Durch Schauen und Zulassen zeigen sie sich.

Karin Kipper

Inhaltliche und konzeptionelle Leitung, Karin Kipper
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Wissenschaftliche Leitung, Dr. med. Thomas Alt
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Für Ihre Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung und freue mich über Ihren Anruf unter 07181-9901250. Falls Sie uns telefonisch nicht erreichen, hinterlassen Sie uns eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter und wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen. Ihre Karin Kipper